DAS INTERVIEW

Für mich als Inhaber und heutigen Geschäftsführer der Gimelli Engineering AG, Michel Perret, war das ganze Jahr 2014 aussergewöhnlich und manch einer würde heute umgangssprachlich sagen „episch“. Die Nachfolgeregelung war unter Dach und Fach und für alle Beteiligten äusserst positiv verlaufen. Lesen Sie was der Mitgründer und ehemalige Inhaber der Gimelli Engineering AG, Alfred Schütz, mir dazu erzählen kann:

Warum haben Sie jetzt einen Nachfolger gesucht?
Es war mir ein Anliegen, die Nachfolge rechtzeitig zu planen. Einerseits stand meine Zukunftsplanung im Vordergrund und andererseits mit gutem Gewissen in den Ruhestand zu gehen. Weiter auch, dass die Unternehmung optimistisch in die Zukunft schauen darf.

Wie sind Sie das Thema Nachfolgeregelung angegangen?
Gelegenheiten soll man nutzen… Die Situation war für die Unternehmung optimal, indem alles intakt war und ein eingeschworenes Team voll hinter dem Führungsstab stand. Der Zeitpunkt war somit geeignet, um einen möglichst harmonischen Übergang zu erreichen.

Vor welchen Herausforderungen standen Sie vor der Nachfolgeregelung?
Im Vordergrund stand immer eine Nachfolgeregelung aus den eigenen Reihen, welche für alle Mitarbeiter nachvollziehbar und logisch sein soll. Ein weiterer, nicht nebensächlicher Aspekt, entstand aus der Suche nach der geeigneten Finanzierung.

Inwiefern hat die Finanzierung die Nachfolgeregelung beeinflusst?
Insofern, dass eine Lösung gefunden werden musste, welche für beide tragbar war. Die Möglichkeiten und der Abschluss der Finanzierung waren die grössten zeitlichen Einflussfaktoren.

Welche Herausforderungen werden sich mir als Nachfolger stellen?
Den Schwung nicht verlieren, Kontakte pflegen, Personal bei Laune behalten und Gewinne erarbeiten. In der Unternehmung charakteristische Spuren hinterlassen, um die Zukunft im eigenen Stil erfolgreich zu gestalten. Sich daran gewöhnen, dass man 365 Tage im Jahr Unternehmer ist und dabei das Privatleben nicht zu kurz kommt.

Wie hat die Belegschaft auf die Nachfolge reagiert?
Aus heutiger Sicht war das Personal bei der Bekanntgabe überrascht. Da die Nachfolge für jedermann nachvollziehbar war und sich der Nachfolger schon längere Zeit in der Unternehmung profiliert hatte, wurde die Firmenübergabe mit dem damit verbundenen Führungswechsel sehr gut aufgenommen.

Was hat sich in den 20 Jahren seit der Gründung im Geschäft verändert?
Die Gimelli Engineering AG hat sich vom 5-Mann-Betrieb, der total abhängig von der Gimelli Produktions AG war, emporgearbeitet zu einer unabhängigen erfolgreichen Unternehmung. Das langsame aber stetige Wachstum konnte jederzeit gut bewältigt werden. Dies war nur möglich, da wir von Beginn an auf Qualität gesetzt haben und beharrlich Kontakte knüpften und diese auch systematisch pflegten.

Wieso entscheidet sich heute ein Kunde für die Gimelli Engineering AG?
Dafür gibt es eine Menge Gründe, z. B.

  • Kundennähe: wir suchen den Kontakt zum Kunden
  • Offenheit: wir weisen unsere Leistungen transparent aus, sowohl in der Offertenphase als auch bei Rechnungsstellung.
  • Firmengrösse: ausreichend Ressourcen vorhanden
  • Firmengeschichte: Gründung 1995
  • ISO 9001:2008 Zertifizierung: bei grösseren Unternehmungen oft ein „Muss“
  • Referenzprojekte: wir können unsere Stärken anhand von erfolgreichen Projekten beweisen
  • Mund zu Mund Propaganda: von Kunden oder Mitarbeitern von Kunden

Inwiefern stehen Sie in der Zukunft der Firma noch zur Verfügung?
Ich werde bis Oktober 2015 noch in der Geschäftsleitung aktiv sein, danach bis auf weiteres im Verwaltungsrat bleiben. Es steckt viel Herzblut in der Gimelli Engineering AG und ich bin auch in Zukunft jederzeit gerne für die Unternehmung verfügbar. Nebst dem Erhalt und weiteren Ausbau des Standorts Zollikofen bei Bern, sind wir auf der Suche nach aussergewöhnlichen oder eben im positiven Sinne epischen Tagen oder anders gesagt Projekten. Fordern und fördern Sie uns mit Ihren Ideen, welche innovativ und mit einem hohen Mass an Motivation zum Erfolg gebracht werden.

Michel Perret und Alfred Schütz